Wie wird Ultimate Texas Hold’em gespielt? Schritt für Schritt vom Deal bis zum Showdown
Sobald die Einsätze liegen, startet die Runde: Alle Spieler und der Dealer bekommen jeweils zwei verdeckte Karten. Danach nimmt das Spiel Schritt für Schritt Fahrt auf und in jeder Phase musst du neu bewerten, wie viel Potenzial in deinem Blatt steckt.
Nehmen wir als Beispiel diese Starthand: A♠ K♠. Stark? Auf jeden Fall. Aber wie stark sie wirklich ist, zeigt sich in den Runden.
1 | Pre-Flop: deine erste Entscheidung: Noch bevor Gemeinschaftskarten aufgedeckt werden, schaust du auf deine zwei Hole Cards und triffst die erste wichtige Entscheidung:
- Check – du wartest ab und gehst ohne zusätzlichen Einsatz weiter.
- Play setzen – du erhöhst direkt und setzt das drei- oder vierfache deines Ante.
Gerade mit einer starken Starthand wie A♠ K♠ kann das interessant sein. Hast du dagegen ein eher schwaches oder schwer einschätzbares Blatt, ist Check oft die entspanntere Wahl.
Wichtig: Entscheidest du dich hier bereits für einen Play-Einsatz, läuft die Runde für dich automatisch weiter. Du musst an Flop sowie Turn und River keinen weiteren Einsatz mehr wählen, sondern wartest bis zum Showdown.
2 | Flop: Die ersten drei Gemeinschaftskarten: Jetzt deckt der Dealer die ersten drei Gemeinschaftskarten auf, beispielsweise K♦ 7♠ 2♣. Zusammen mit deiner Hand hast du jetzt ein Paar Könige. Das ist noch kein Selbstläufer, verbessert deine Ausgangslage aber deutlich.
Wenn du im Pre-Flop noch nicht gesetzt hast, hast du jetzt zwei Optionen:
- weiter checken und die letzten beiden Karten abwarten
- Play setzen in zweifacher Höhe deines Ante-Einsatzes
Hier wird das Spiel oft besonders spannend: Es zeigt sich zum ersten Mal, ob dein Blatt wirklich Fahrt aufnimmt oder eher nicht.
3 | Turn & River: Jetzt musst du dich festlegen: Der Dealer deckt die letzten zwei Gemeinschaftskarten gleichzeitig auf. In unserem Beispiel kommen Q♠ und J♠ dazu. Plötzlich ist aus einer ohnehin starken Ausgangslage ein echtes Highlight geworden: Du hältst jetzt einen Flush in Pik.
Wenn du bis zu diesem Punkt noch keinen Play-Einsatz gesetzt hast, musst du jetzt eine letzte Entscheidung treffen:
- folden – du steigst aus der Runde aus
- Play setzen in einfacher Höhe deines Ante
Wichtig: Ein weiterer Check ist hier nicht mehr möglich. Jetzt heißt es also: dabei bleiben oder passen.
Tipp zur Beispielhand: Bei einem Flush wie diesem ist die Richtung klar: weiterspielen. Genau solche Wendungen machen Turn und River so spannend.
4 | Showdown: Wer hat die bessere Hand? Jetzt deckt der Dealer seine beiden Karten auf und bildet daraus seine bestmögliche Fünf-Karten-Hand. Dann zeigt sich, ob dein Blatt reicht.
Bleiben wir bei unserem Beispiel: Du hältst A♠ K♠, auf dem Board liegen K♦ 7♠ 2♣ Q♠ J♠. Damit gehst du mit einem Flush in Pik in den Showdown. Deckt der Dealer zum Beispiel K♣ J♦ auf, kommt er nur auf zwei Paare – Könige und Buben. In diesem Fall ist dein Flush stärker.
Ansonsten gilt:
- Du hast die stärkere Hand: Ante und Play werden eins zu eins ausgezahlt.
- Der Blind-Einsatz wird nach Auszahlungstabelle bezahlt, wenn du mindestens eine Straße hältst. Liegt dein Blatt darunter, bleibt der Blind als Push stehen.
- Bei Gleichstand bleiben Ante, Play und Blind stehen.
- Gewinnt der Dealer, werden die Einsätze eingezogen.
Was du zum Showdown zusätzlich wissen solltest: Die Bonuswette Trips ist vom direkten Vergleich mit dem Dealer entkoppelt. Sie zahlt aus, sobald deine Hand mindestens einen Drilling erreicht.
Kommt der Dealer dagegen nicht auf mindestens ein Paar, gilt eine Sonderregel: Den Ante-Einsatz erhalten alle Spieler zurück. Alle weiteren Einsätze, also Blind, Play und gegebenenfalls Trips, werden danach wie vorgesehen ausgewertet.