Deine Poker Anleitung für Texas Hold’em – Ablauf Schritt für Schritt
Der Button liegt, die Blinds sind im Pot. Jetzt wird’s konkret:
1 | Der Deal: Zwei Hole Cards für jeden: Der Dealer gibt jedem Spieler zwei verdeckte Karten. Das sind deine Hole Cards, sie gehören nur dir und bleiben geheim, bis du sie am Ende zeigst (oder vorher aussteigst). Schau dir deine Karten an, aber bewerte sie noch nicht isoliert – das Board kommt erst.
Beispiel: Du bekommst A♠ K♦. Starkes Ausgangsmaterial, aber noch keine fertige Hand.
2 | Pre-Flop: Erste Setzrunde: Noch bevor Gemeinschaftskarten aufgedeckt werden, beginnt die erste Setzrunde. Jetzt entscheidest du, ob du diese Hand spielen willst oder nicht.
Du kannst ab jetzt in jeder Setzrunde:
- checken (ohne Einsatz weiterspielen – nur, wenn vor dir noch niemand gesetzt hat),
- oder bei No-Limit all-in gehen – wird im Pre-Flop jedoch selten eingesetzt.
Beispiel: Mit A♠ K♦ entscheiden sich viele Spieler, die Hand zu spielen und den Flop abzuwarten. Mit schwachen, unverbundenen Karten wie 7♣ 2♦ steigen andere direkt aus. Wichtig: Im Pre-Flop geht es um Potenzial – nicht darum, schon „gewonnen“ zu haben.
3 | Flop: Drei Gemeinschaftskarten + Setzrunde: Der Dealer legt drei offene Karten aus – den Flop. Ab hier kannst du deine Hole Cards mit dem Board kombinieren und zum ersten Mal sehen, ob schon etwas „steht“ oder ob du auf Entwicklung spielst.
Am Tisch könnte das so aussehen: Deine Hand: A♠ K♦. Flop: K♣ 7♥ 2♦ → du triffst den König: ein Paar. Ab hier geht’s darum, wie stark dein Treffer im Kontext des Boards ist. Und: das Board kann auch anderen helfen – nicht nur dir.
4 | Turn: Vierte Gemeinschaftskarte + Setzrunde: Dann kommt der Turn – die vierte offene Karte. Oft ist das der Moment, in dem aus „vielleicht“ ein „jetzt wird’s ernst“ wird.
Beispiel: Turn: Q♠ → Das Board öffnet Straßen-Chancen, z. B. J♦ Q♠ K♥ A♠ mit einer passenden Zehn. Liegen bereits mehrere Karten in derselben Farbe und kommt später noch eine ♠, ist ein Flush möglich.
5 | River: Fünfte Gemeinschaftskarte + letzte Setzrunde: Zum Schluss kommt der River. Das Board ist vollständig, es gibt keine neuen Karten mehr. Jetzt folgt die letzte Setzrunde.
Letzter Blick: River: 2♣ → deine Hand verbessert sich nicht weiter. Jetzt zählt: Möchtest du mit dieser Hand bis zum Ende gehen oder ist Aussteigen die bessere Entscheidung?
6 | Showdown: Karten zeigen, beste Hand gewinnt: Sind nach der letzten Setzrunde noch mindestens zwei Spieler dabei, kommt der Showdown. Alle zeigen ihre Karten – und es zählt die beste 5-Karten-Kombination. Ist die Hand bei beiden gleich stark, wird der Pot geteilt.
Unsere Beispiel-Hand bis zum Showdown: Board: K♣ 7♥ 2♦ Q♠ 2♣ → du hast: A♠ K♦. → Spieler B hat: K♥ J♠. Beide haben damit: zwei Paare: Könige + Zweien (vom Board).
Und jetzt kommt der Unterschied: der Kicker (die höchste Beikarte).
- Bei dir ist es das Ass
- bei Spieler B der Bube
→ Ass schlägt Bube: Du gewinnst den Pot.
Wann wird der Pot bei Texas Hold’em geteilt? Wenn das Board allein schon die beste 5-Karten-Hand bildet und keine Handkarte diese Kombination verbessert, spielt ihr faktisch dieselben fünf Karten.