Leverkusen hat sich in Augsburg selbst um den Sieg gebracht. Nach einem 2:1-Rückstand durch einen Doppelpack von Michael Gregoritsch drehte die Werkself zwar noch einmal auf, schaffte aber lediglich einen späten Ausgleich durch Patrik Schick und nahm immerhin einen Punkt mit. Die Handschrift der Mannschaft bleibt damit zweigeteilt: spielerisch stark, in der Restverteidigung aber weiter fehleranfällig. Nach der Auftaktpleite bei Aufsteiger Elversberg und dem klaren 4:0 gegen Union ist es bereits die zweite Partie dieser Saison, in der eine Führung nicht über die Zeit gebracht wird.
Leipzig hat nach der Pleite in Bremen mit dem 5:0 gegen den Hamburger SV die klarste Ansage des gesamten Spieltags gemacht. Nach einer engen Anfangsphase trafen Tidiam Gomis und Antonio Nusa noch vor der Pause, ehe die Sachsen zwischen der 72. und 77. Minute mit drei weiteren Treffern durch Willi Orbán, Christopher Nkunku und Rômulo endgültig davonzogen. Trainer Demichelis hatte dafür seine Startelf an fünf Positionen verändert, unter anderem rückte Neil El Aynaoui als einzige Sechs in die Mannschaft und überzeugte mit einer starken Passquote.
Prognose: Leipzig kommt mit dem selbstbewussteren Auftritt und mehr Variabilität im Kader nach Leverkusen. Bei der Werkself sorgt die anfällige Restverteidigung dafür, dass auch dieses Spiel torreich werden dürfte mit leichtem Vorteil für die Gäste.