Senegal
Senegal ist der Vize-Afrikameister und reist als zweitbeste afrikanische Nation in der FIFA-Weltrangliste nach Nordamerika. Taktisch setzt Senegal auf Kompaktheit und physische Präsenz, kombiniert mit schnellen Kontern.
In der WM Gruppe I trifft Senegal auf Frankreich und Norwegen: eine der schwierigsten Gruppen des Turniers. Wer aus dieser gut herauskommt, hat gegen jeden Gegner der K.-o.-Runde bereits bewiesen, was er draufhat.
Marokko
Marokko steht in der Weltrangliste auf Platz acht, und das völlig zu Recht: Nach dem vierten Platz bei der WM 2022 präsentierte sich Marokko in der WM-Qualifikation für dieses Jahr mit acht Siegen aus acht Spielen makellos. Die Defensive um Romain Saïss ist eingespielt, der Kader, mit Spielern aus der spanischen, englischen und französischen Liga, ist vollgepackt mit Klasse.
In der WM Gruppe C wartet mit Brasilien eine echte Herausforderung. Schottland und Haiti hingegen sind mehr als machbare Aufgaben. Auch deshalb gehören sie zu den heißesten Geheimfavoriten der WM 2026.
Österreich
Österreich kehrt nach 28 Jahren auf die WM-Bühne zurück und tut dies mit einem System, das in Europa bereits für Furore gesorgt hat. Ralf Rangnick hat die ÖFB-Elf in eine hochintensive Pressing-Mannschaft verwandelt.
Österreich hat Qualität auf allen Positionen. In der WM Gruppe J ist Argentinien der klare Favorit, mit Algerien und Jordanien sind die verbleibenden Gruppengegner jedoch definitiv machbar. Im neuen 48er-Format braucht es mindestens den dritten Gruppenplatz, und der ist für Österreich alles andere als utopisch.
Kroatien
Wenn es eine Mannschaft gibt, die man nie abschreiben sollte, dann Kroatien. 2018 im Finale, 2022 im Halbfinale. Diese Konstanz ist längst kein Zufall mehr.
Luka Modrić hat mit 40 Jahren noch immer den Blick für den entscheidenden Pass. Um ihn herum hat sich eine hungrige Generation entwickelt: Mateo Kovačić, Ivan Perišić, Joško Gvardiol. In der WM Gruppe L wartet mit England ein Schwergewicht, doch Kroatien kennt solche Spiele bereits sehr gut.
Mexiko
El Tri gehört zu den Gastgebernationen dieser WM 2026 und der Heimvorteil könnte sie beflügeln. Zehntausende Fans werden im Aztekenstadion und in Monterrey für eine einzigartige Kulisse sorgen.
Mexiko kämpft seit Jahren gegen den sogenannten „Quinto Partido“-Fluch: Seit 1994 scheitert Mexiko jedes Mal in der Runde der letzten 16. Mit einem eingespielten Kader aus der höchsten mexikanischen Spielklasse und den europäischen Top-Ligen und unter der Leitung von Nationaltrainer Javier Aguirre soll dieser Bann gebrochen werden. Der Einzug in die K.-o.-Runde als Gruppenerster aus der WM Gruppe A ist die Voraussetzung für einen langen Turnierverlauf.
Japan
Japan hat sich in den letzten Jahren als stabiles Team in der Weltspitze etabliert. Die Siege gegen Deutschland und Spanien bei der WM 2022 waren kein Zufall, sondern das Ergebnis einer mental stark aufgebauten Mannschaft mit klarem Spielkonzept.
Viele Stammspieler sind in der deutschen Bundesliga sowie in anderen europäischen Ligen aktiv, darunter Takumi Minamino, Daichi Kamada und Ritsu Doan. Taktisch setzt Japan auf ein kompaktes Mittelfeldpressing mit klaren Umschaltsituationen.
In der WM Gruppe F mit den Niederlanden, Schweden und Tunesien ist der Einzug in das Sechzehntelfinale ein realistisches Ziel.
Kolumbien
Kolumbien ist vielleicht eines der am stärksten unterschätzten Teams dieser WM. In der südamerikanischen Qualifikation belegten die Kolumbianer Rang drei, und das in einer Gruppe mit Argentinien und Brasilien. Der Kader hat sich in den letzten zwei Jahren deutlich weiterentwickelt.
Das Finale der Copa América 2024 gegen Argentinien war der größte Erfolg der letzten Jahre. Kolumbien verlor knapp, zeigte aber über das gesamte Turnier die konstanteste Leistung aller Teams. In der WM Gruppe K stehen die Chancen auf ein Weiterkommen sehr gut.