Sorgenkind gegen Übermacht: Hält Gladbach wenigstens kämpferisch dagegen? Borussia Mönchengladbach ist mit mageren drei Punkten nach sieben Spieltagen das Tabellenschlusslicht. Nach dem 1:3 bei Union Berlin warten die Fohlen weiter auf ihren ersten Saisonsieg und wirken in allen Mannschaftsteilen verunsichert. Trainer Eugen Polanski fehlen mit Hack, Kleindienst und Netz wichtige Stützen, offensiv mangelt es an Tempo und Präzision, defensiv an Stabilität. Vor allem bei Standards zeigte sich Gladbach zuletzt anfällig.
Ganz anders die Stimmung beim Gegner: Der FC Bayern München ist in dieser Saison das Maß aller Dinge. Sieben Ligaspiele, sieben Siege, die Bilanz spricht für sich. Beim 2:1 im Topspiel gegen Dortmund überzeugten die Münchner vor allem in der ersten Hälfte spielerisch und hätten schon zum Pausenpfiff deutlicher führen müssen. Kane trifft weiterhin wie am Fließband, Olise und Luis Díaz sorgen für permanente Gefahr über die Flügel und in der Defensive wirkt Kompanys Mannschaft gefestigter denn je. Selbst die Doppelbelastung durch die Champions League scheint dem Rekordmeister nichts anzuhaben.
Historisch war das Duell zwischen Gladbach und Bayern in den vergangenen Jahren oft enger, als man es erwarten durfte – die Fohlen galten lange als Angstgegner. Doch aktuell deutet wenig darauf hin, dass sie diesen Status bestätigen können. Zu groß scheint der Unterschied in Form, Struktur und Selbstvertrauen.
Prognose: Bayern marschiert weiter und gewinnt souverän.