Nach der frühen Saison-Euphorie unter Sandro Wagner ist der FC Augsburg mit der 1:2-Niederlage bei St. Pauli wieder hart in der Bundesliga-Realität angekommen. Zwar zeigte der FCA in der ersten Hälfte phasenweise ansprechende Ansätze, doch erneut offenbarte das Team nach dem Seitenwechsel erhebliche Schwächen – vor allem in puncto defensive Organisation und Spielkontrolle. Die Fuggerstädter wirken in der zweiten Halbzeit oft fahrig und lassen sich zu leicht aus dem Konzept bringen.
Beim 1. FSV Mainz 05 dagegen ist nach drei Spieltagen bereits Krisenstimmung ausgebrochen. Kein Sieg, nur ein Punkt, dazu ein erschreckend fehleranfälliger Auftritt gegen Leipzig. Besonders brisant: Nadiem Amiri äußerte nach dem Spiel deutliche Kritik an der Kaderzusammenstellung und stellte infrage, ob die Mannschaft der Belastung durch drei Wettbewerbe überhaupt gewachsen ist. Trainer Bo Henriksen steht früh unter Druck, zumal es offensiv bislang an Kreativität und Durchschlagskraft mangelt.
Interessant: Historisch gesehen begegnen sich beide Teams auf Augenhöhe. In bisher 28 Bundesliga-Duellen gab es 12 Siege für Augsburg, 13 für Mainz – bei drei Remis. Es war oft ein Duell der kleinen Nuancen, geprägt von Kampf, Zweikämpfen und wenigen Toren.
Beide Mannschaften wissen, wie wichtig ein Dreier in dieser Phase wäre – nicht nur für die Tabelle, sondern auch für die Stimmung. Doch weder Augsburg noch Mainz strahlen derzeit die nötige Stabilität aus, um als klarer Favorit ins Spiel zu gehen.
Prognose: Augsburg nutzt erneut die Anfangsphase, Mainz kommt besser aus der Kabine. Am Ende teilen sich beide Teams nach einem intensiven Spiel die Punkte.