Im Deutsche Bank Park geht es um mehr als nur drei Punkte – es geht um den Anschluss nach oben. Der Tabellensiebte aus Freiburg reist zum Tabellenachten aus Frankfurt. Beide Teams lauern auf Platz sechs, der das internationale Geschäft bedeuten würde. Es ist gewissermaßen die vielleicht letzte realistische Gelegenheit, den Rückstand zu verkürzen und nicht im Niemandsland der Tabelle hängen zu bleiben.
Frankfurt hat beim 2:3 in München Moral bewiesen. Nach deutlichem Rückstand kämpfte sich die Eintracht eindrucksvoll zurück und schnupperte spät sogar noch am Ausgleich. Diese Reaktion dürfte Mut machen. Gleichzeitig offenbarte das Spiel, wie anfällig man unter Dauerdruck sein kann, vor allem bei Standards und in der Abstimmung der Defensive. Vor heimischer Kulisse wird die Riera-Elf aktiver auftreten müssen, früher Zugriff bekommen und ihre Offensivqualität konstanter auf den Platz bringen.
Freiburg hingegen bleibt seiner Linie treu: strukturiert, diszipliniert, effizient. Beim 2:1 gegen Gladbach war es kein Offensivfeuerwerk, aber ein reifer Auftritt und erneut war die Standardstärke ein entscheidender Faktor. Der Sport-Club weiß genau, wie man solche engen Spiele auf seine Seite zieht. Mit 33 Punkten im Rücken reist man selbstbewusst an, wohl wissend, dass ein Auswärtssieg den Abstand nach unten vergrößern und den Blick nach oben schärfen würde.
Prognose: Für beide Mannschaften ist es ein Schlüsselspiel. Wer gewinnt, bleibt im Rennen um Europa voll dabei. Wer verliert, droht den Anschluss vorerst zu verlieren.