Werder hat den Start gründlich verpatzt. Beim 1:4 in Freiburg fand Daniel Thiounes Mannschaft kaum Zugriff im Mittelfeld, kassierte zwei Gegentore nach ruhenden Bällen und lud den Gegner vor dem 0:4 mit einem Ballverlust selbst ein. Rückkehrer Niclas Füllkrug blieb in seinem ersten Ligaspiel für Werder blass, was vor allem daran lag, dass die Bälle in die Spitze nicht ankamen. Immerhin traf der eingewechselte Stalmach bei seinem Bundesliga-Debüt.
Leipzig wirkt unter Martín Demichelis dagegen schon jetzt eingespielt. Gegen Gladbach ließen die Sachsen den Gegner kommen und bestraften dann jeden Fehler: Gomis traf nach einem Doppelpass, Nusa zirkelte den Ball nach der Pause ins Kreuzeck, der frühere Gladbacher Reitz sorgte für die Entscheidung. Auffällig war die Balance: RB spielte hohes Tempo nach vorne, ohne dabei hinten offen zu stehen.
Prognose: Bremen wird die Partie über Emotionen und Intensität anlegen wollen. Nur passt genau dieses offene Spiel zu Leipzigs Stärken, weil die schnellen Flügelspieler dann Platz vorfinden. Werder braucht eine deutlich stabilere Ordnung gegen den Ball, sonst gerät die Mannschaft früh in Rückstand.