Werder Bremen geht mit einem ordentlichen, aber letztlich erneut ernüchternden Auftritt gegen Borussia Dortmund in diese Partie. Die Mannschaft zeigte über weite Strecken Struktur, Laufbereitschaft und Mut im Spiel nach vorne, ließ jedoch genau dort erneut die nötige Konsequenz vermissen. Wie schon so oft in dieser Saison ist Bremen gut organisiert, kommt in gefährliche Zonen, schafft es aber zu selten, diese Phasen auch in Tore umzumünzen. Der endgültige Abgang von Boniface ändert an dieser Problematik wenig, sein sportlicher Einfluss war begrenzt, verdeutlicht aber, dass Werder weiterhin nach klaren Lösungen im letzten Drittel sucht.
Eintracht Frankfurt reist nach der Niederlage in Stuttgart mit gemischten Gefühlen an. Zwar zeigten die Hessen erneut Tempo und offensive Ideen, mussten jedoch einen herben Dämpfer hinnehmen: Winter-Neuzugang Younes Ebnoutalib verletzte sich und wird vorerst fehlen. Gerade er hatte in seinen ersten Auftritten angedeutet, wie sehr er dem Frankfurter Spiel eine neue Dynamik verleihen kann. Sein Ausfall wirft nun die Frage auf, ob die positiven Ansätze der vergangenen Wochen auch ohne ihn Bestand haben. Immerhin zeigte sich, dass Frankfurt insgesamt variabler agiert, mit mehr Bewegung zwischen den Linien und mutigeren Läufen aus der zweiten Reihe.
Prognose: Bremen steht zuhause unter Zugzwang, Frankfurt muss zeigen, dass der offensive Aufschwung nicht an einer Personalie hängt. Die Tendenz geht aber klar in Richtung Auswärtssieg für die Frankfurter.