Der SC Freiburg geht mit einer ordentlichen Formkurve in das Duell mit Borussia Dortmund. Zwar war das späte 1:2 in Heidenheim ärgerlich und unnötig, doch insgesamt spielt der Sport-Club eine solide Saison: In den letzten zehn Pflichtspielen stehen fünf Siege, zwei Remis und nur drei Niederlagen zu Buche. Die Mannschaft von Julian Schuster ist weit davon entfernt, ein Problemfall zu sein.
Und trotzdem bleibt ein Muster: Freiburg schenkt sich immer wieder durch individuelle Aussetzer selbst Punkte weg. Das späte Gegentor in Heidenheim war nicht das erste Beispiel dafür. Auch offensiv fehlt manchmal die letzte Durchschlagskraft, weshalb enge Spiele häufig auf der Kippe stehen. Gegen ein Topteam wie den BVB reicht „solide“ vermutlich nicht, die Breisgauer brauchen ein Spiel, in dem sie über 90 Minuten konzentriert bleiben.
Beim BVB wirkt die Entwicklung unter Niko Kovac inzwischen sehr gefestigt. Dortmund spielt zwar selten spektakulär, aber dafür konstant, abgeklärt und defensiv stabil. Der 2:0-Sieg gegen Hoffenheim unterstrich das: eine reife Leistung, mit der die Schwarz-Gelben ihren dritten Tabellenplatz festigten. Besonders stark: Dortmund gewinnt in dieser Saison auch die Spiele, die sie im Vorjahr noch verschenkt hätten.
Prognose: Freiburg ist stark genug, um Dortmund vor Aufgaben zu stellen – besonders zuhause. Der BVB geht jedoch als Favorit ins Spiel, weil er momentan die klarere Spielidee und die höhere Effektivität besitzt. Ein enges Match ist durchaus möglich, doch die Formkurve spricht leicht für Dortmund.