Freiburg empfängt Mainz in einer Partie, in der beide Mannschaften dringend Stabilität suchen – jedoch mit sehr verschiedenen Voraussetzungen. Der SC lieferte gegen Bayern eine beeindruckende Anfangsphase, führte überraschend 2:0, verlor danach jedoch komplett den Zugriff und kassierte sechs Gegentore. Somit zeigte sich, dass Freiburg zwar momentan Qualität besitzt, aber anfällig bleibt. Auf dem 11. Tabellenplatz befindet sich das Team sechs Plätze vor Mainz und ist damit deutlich weiter vom Abstieg entfernt. Zu diesem Erfolg trägt auch das 20-jährige Top-Talent Johan Manzambi im Mittelfeld bei, der gegen Bayern sein erstes Saisontor vorweisen konnte.
Obwohl die Mainzer in der Vergangenheit oftmals gegen die Süddeutschen gewannen, sieht es für das Team aktuell nicht gut aus. Dazu trägt auch der Negativrekord von Dominik Kohr bei, der durch seine 9. Rote Karte in der Bundesliga nun gegen Freiburg ausfällt. Eine Schwächung der Abwehr ist wahrscheinlich. Der Ausgleich gegen Hoffenheim war ein kleiner Lichtblick, doch konnte gravierende Probleme nicht vergessen machen: zu wenig Torgefahr, Ungenauigkeiten im Aufbau und defensive Lücken. Mainz agiert engagiert, doch ohne klare Linie. Im direkten Vergleich bringt Freiburg derzeit mehr Balance, Kompaktheit und Kontrolle mit – entscheidende Faktoren für den Erfolg am 12. Spieltag.
Prognose: Mainz wird über Einsatz und Kampf versuchen, die Partie lange offen zu halten. Doch Freiburgs größere Stabilität, Heimstärke und strukturierte Abläufe sprechen momentan für einen Sieg der Breisgauer. Es deutet vieles darauf hin, dass der SC die wichtigen Punkte an der Dreisam behält.