Aufsteiger will den Favoriten ärgern: Der Hamburger SV steckt nach dem 1:4 in Köln mitten in einer kleinen Ergebniskrise. Besonders bitter: In Köln geriet das Team nach zwei Platzverweisen selbstverschuldet auf die Verliererstraße. Trainer Merlin Polzin forderte in der Woche mehr Cleverness und Disziplin, gleichzeitig aber auch Mut im Offensivspiel, denn mit Spielern wie Dompé, Königsdörffer und Fabio Vieira hat der HSV durchaus Qualität, um auch gegen Topteams Nadelstiche zu setzen. Die Fans im Volkspark hoffen, dass die Mannschaft zu Hause wieder das Gesicht zeigt, das vor ein paar Wochen noch für Euphorie sorgte.
Anders die Stimmung bei Borussia Dortmund: Der BVB gewann zuletzt vier Pflichtspiele in Serie und blieb gegen den FCA ohne Gegentor. Mit nun 20 Punkten auf dem Konto stehen sie verdient auf Rang drei der Tabelle. Unter Niko Kovac hat die Mannschaft deutlich an Stabilität gewonnen und wirkt mental gefestigter als in der Vorsaison. Spiele, die Dortmund früher noch aus der Hand gegeben hätte, entscheidet die Elf nun clever und abgebrüht für sich. Eine neue Stärke, die den BVB wieder zu einem echten Spitzenteam macht. Zudem hat Guirassy seine Torflaute beendet und gibt der Offensive wieder neuen Schwung, während die Defensive um Schlotterbeck und Kobel zur sicheren Bank geworden ist.
Prognose: Der HSV wird sich im eigenen Stadion leidenschaftlich wehren und versuchen, Dortmund mit frühem Pressing unter Druck zu setzen. Doch die individuelle Klasse, Stabilität und Reife sprechen klar für den BVB. Am Ende setzt sich Dortmund knapp, aber verdient durch.