Verboten oder geduldet?
Im alten deutschen Recht galten Glücksspiele als unerlaubt. Wer verloren hatte, konnte deshalb sein Geld zurückfordern und der Gewinner vor Gericht verklagt werden.
Im Mittelalter versuchten die Kirche und weltliche Herrscher, das Glücksspiel zu verbieten. Im 12. Jahrhundert beispielsweise befahl der englische König Richard Löwenherz, dass nur Ritter um Geld würfeln durften. Einige Jahre später, im 16. und 17. Jahrhundert, wurde erstmals zwischen erlaubten und verbotenen Spielen unterschieden. Zudem wurde festgelegt, dass hohe Einsätze bestraft werden sollten.