Beim BVB hat der Sommer für einen spürbaren Umbruch gesorgt. Mit Karim Adeyemi, Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan haben gleich mehrere bekannte Namen den Verein verlassen. Investiert hat Dortmund dafür in die Zukunft: Konstantinos Karetsas kam für rund 30 Millionen Euro und ist der teuerste Neuzugang, dazu holte der Klub mit Joane Gadou, Kauã Prates und Justin Lerma drei weitere Spieler, die maximal 19 Jahre alt sind. Der Kern um Gregor Kobel, Nico Schlotterbeck, Jobe Bellingham und Serhou Guirassy ist geblieben, doch Niko Kovac muss die neue Mischung erst zusammenfügen – im Supercup gegen Bayern gelang das über weite Strecken der ersten Halbzeit noch nicht.
Der HSV hat unter Merlin Polzin nach dem Aufstieg eine erstaunlich stabile Erstliga-Saison gespielt und sich in der Rückrunde immer wieder Punkte bei Topteams geholt. Nach vorne lebt die Mannschaft von schnellen Umschaltmomenten, defensiv ist sie gegen Gegner mit viel Ballbesitz aber verwundbar. Den Pflichtspielauftakt bestritt Hamburg erst am Montagabend beim Drittligisten SC Verl, entsprechend eng war die Woche.
Prognose: Dortmund will vor eigenem Publikum ein Zeichen setzen und auch im Umbruch die Ansprüche des Vizemeisters bestätigen. Der HSV kann früh gefährlich werden, doch über 90 Minuten sprechen die Zeichen eher für den Gastgeber.