Für Belgien hätte die Auslosung kaum besser laufen können: Die WM-Gruppe G ist die wohl machbarste Konstellation für die Belgier. Ägypten bringt mit ihrem Superstar Salah einen Spieler mit, der allein Spiele entscheiden kann. Der Iran reist mit einer eingespielten Mannschaft an, die seit Jahren dieselbe Grundstruktur hat und schwer zu knacken ist. Neuseeland ist zum dritten Mal bei einer WM dabei und hat mit Routinier Chris Wood einen Stürmer, der auf sich aufmerksam machen möchte.
Belgien ist in dieser Gruppe ganz klar Favorit auf Platz eins: Der Kader um Courtois, De Bruyne und Lukaku hat schlicht zu viel Klasse für die Konkurrenz. Dahinter kommt Ägypten um Stürmer Salah auf Platz zwei. Iran und Neuseeland kämpfen derweil darum, wer als Dritter noch die Chance auf die K.o.-Runde wahrt. Für den Iran wäre es nach sieben Anläufen die erste K.-o.-Runde überhaupt bei einer WM. Für Neuseeland reicht dagegen schon ein Punkt, um Geschichte zu schreiben.
Ägypten
Siebenmal Afrikameister und dennoch erst viermal bei einer Weltmeisterschaft dabei. Diese Diskrepanz sagt viel über Ägyptens Fußball aus. 1934 war das Land die erste afrikanische Nation überhaupt bei einer WM, 1990 und 2018 folgte jeweils das Aus in der Gruppenphase. Für 2026 lautet die Hoffnung: Mohamed Salah. Mit 33 Jahren ist dies wohl seine letzte WM, und der Liverpool-Star spielt noch immer auf einem Topniveau. In der afrikanischen Qualifikation führte er die Pharaonen als Gruppenerste mit acht Siegen und zwei Unentschieden souverän durchs Turnier.
Belgien
15 WM-Teilnahmen, zweimal im Halbfinale und noch nie im Endspiel. Trainer Rudi Garcia setzt auf die bewährten Kräfte: Thibaut Courtois im Tor, Kevin De Bruyne als Taktgeber und Romelu Lukaku als Zielspieler. 13 der 26 nominierten Spieler standen bereits bei der WM 2022 im Kader. Bemerkenswert: Keine europäische Nation hat sich so oft für eine WM qualifiziert, ohne jemals den Titel zu gewinnen. Die goldene Generation soll dieses Jahr noch einmal liefern, bevor die jungen Talente sich beweisen müssen.
Neuseeland
Erstmals seit 2010 sind die All Whites wieder bei einer Weltmeisterschaft dabei, dank eines überzeugenden 3:0-Sieges über Neukaledonien im OFC-Qualifikationsfinale. Es ist erst die dritte WM-Teilnahme der Nation überhaupt, und die beiden Male zuvor schied man in der Vorrunde aus. Die Hoffnung trägt diesmal einen Namen: Chris Wood. Er ist auf dem besten Weg, der beste neuseeländische WM-Torschütze aller Zeiten zu werden. Wenn für die All Whites in dieser Gruppe etwas gehen soll, dann über seine Tore.
Iran
Der Iran war siebenmal dabei und überstand noch nie die Gruppenphase. Dieser Fluch soll in Nordamerika endlich fallen. Team Melli qualifizierte sich als souveräner Gruppensieger in der AFC-Qualifikation und tritt zum vierten Mal in Folge bei einer WM an. Kapitän Mehdi Taremi ist mit 56 Länderspieltoren der erfolgreichste aktive Stürmer im iranischen Fußball. Abseits des Platzes sorgt die politische Lage für Gesprächsstoff: Der Iran hatte beantragt, seine Gruppenspiele wegen des laufenden Konflikts mit den USA aus amerikanischen Stadien zu verlegen – die FIFA lehnte ab.