England hat die WM mit einem sensationellen dritten Platz beendet, nach einem Halbfinal-Aus gegen Argentinien und einem 6:4 im kleinen Finale gegen Frankreich. Tuchel hat seinen Vertrag bis 2028 verlängert und tritt mit viel Selbstvertrauen zu Hause an. Der Verband hat den erfolgreichen Turnierkader weitgehend zusammengehalten, sodass die eingespielten Automatismen aus dem Sommer noch in den Köpfen sein sollten. Für Tuchel ist es zudem die erste Gelegenheit, sich gegen den neuen Branchenprimus zu beweisen, nachdem beide Teams bei der WM nicht aufeinandergetroffen waren.
Spanien reist als amtierender Weltmeister an, nachdem De la Fuentes Mannschaft im K.-o.-System nacheinander Portugal, Belgien, Frankreich und im Finale Argentinien bezwungen hat. Personelle Ausfälle oder größere Umbrüche gibt es nach diesem Erfolg kaum. Die spanische Erfolgsformel aus dem Sommer, geduldiger Ballbesitz, hohes Pressing nach Ballverlust, ist bekannt, wurde von keinem Gegner bislang wirklich geknackt. Genau das macht die Partie so reizvoll: England hat mit seiner physischen Präsenz und dem schnellen Umschaltspiel zumindest theoretisch die passenden Mittel dagegen.
Prognose: Die inoffizielle Neuauflage des WM-Rennens um die Medaillen verspricht Spitzenfußball. Spaniens aktuelle Form und die spielerische Überlegenheit geben knapp den Ausschlag, einseitig wird es aber nicht zugehen.