Das Endspiel steigt am Mittwoch, den 20. Mai 2026 um 21:00 Uhr im Beşiktaş Park in Istanbul. Das Stadion am Bosporus hat rund 40.000 Plätze und wird bei einem Finale dieser Bedeutung brodeln.
Freiburg kämpfte sich durch die K.-o.-Phase gegen Genk, Celta Vigo und Sporting Braga ins Endspiel. Besonders das Halbfinale hatte es in sich: Nach dem unglücklichen 1:2 im Hinspiel drehten die Breisgauer das Rückspiel im heimischen Europa-Park-Stadion fulminant. Lukas Kübler avancierte mit einem Doppelpack zum Matchwinner, Johan Manzambi traf per Traumschlenzer. Am Ende stand ein 3:1 und der historische Finaleinzug.
Aston Villa hingegen überstand das rein englische Halbfinale gegen Nottingham Forest etwas souveräner: Nach der 0:1-Pleite im Hinspiel gab es zu Hause ein klares 4:0, das Topstürmer Watkins mit seinem Treffer einleitete. Zuvor hatten die Villans die Ligaphase auf dem zweiten Platz abgeschlossen und auf dem Weg ins Finale OSC Lille sowie den FC Bologna aus dem Wettbewerb geworfen.
Im Finale treffen nun zwei Klubs aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Ein direktes Duell zwischen beiden Klubs hat es bislang nie gegeben. Villas Kader ist fast dreimal so viel wert wie der des SC. Trainer Unai Emery hat die Europa League bereits viermal gewonnen: Der Titel in Istanbul wäre also sein fünfter. Als der englische Klub 1982 zuletzt in einem internationalen Finale stand und den Europapokal der Landesmeister gewann, spielten die Freiburger nicht einmal in der Bundesliga. Auch national konnte der „kleine“ SC Freiburg noch keinen Titel holen. In Istanbul haben die Breisgauer die Chance, das zu ändern. Es wäre schlicht der größte Abend der Vereinsgeschichte.
Prognose: Aston Villa hat durch ihren Kader und ihre Erfahrung auf dem Papier die besseren Karten. Aber Freiburg wird mit ordentlich Rückhalt von den eigenen Fans und ihrer Mentalität alles reinhauen. Wir können also auf ein Fußballwunder hoffen!