Das Endspiel der Champions League 2026 findet am Samstag, den 30. Mai 2026, in der Puskás Aréna in Budapest statt. Zum ersten Mal überhaupt ist Ungarn Gastgeber des wichtigsten europäischen Klubwettbewerbs. Anstoß ist bereits um 18 Uhr und damit deutlich früher als in den vergangenen Jahren.
Das Finalticket haben sich die Pariser auf ihre ganz eigene Art gesichert. Das 5:4 im Hinspiel gegen Bayern war einer der verrücktesten Abende in der jüngeren CL-Geschichte. Im Rückspiel in München reichte dann ein 1:1. Kvaratskhelia war in beiden Spielen kaum zu stoppen und dürfte auch in Budapest der gefährlichste Mann auf dem Platz sein. Was PSG in dieser Saison besonders stark macht: Es gibt nicht den einen Topstürmer, der für Tore sorgt. Die Offensivreihe ist variabel und unberechenbar.
Arsenal kam im Gegensatz zu den Parisern unspektakulärer ins Finale. Nach dem 1:1 in Madrid reichte zu Hause ein einziges Tor von Bukayo Saka, um Atlético aus dem Wettbewerb zu werfen. 20 Jahre hat der Klub auf diesen Moment gewartet. Damals, 2006 im Finale gegen den FC Barcelona, unterlag man trotz langer Unterzahl nur knapp mit 1:2. Jetzt soll in Budapest alles richtig laufen. Gyokeres wird die PSG-Abwehr beschäftigen, Eze und Saka müssen im entscheidenden Moment liefern. Hinten müssen die Gunners rund um das Innenverteidiger-Duo Gabriel und Saliba besonders wachsam sein.
Die Franzosen sind der erfahrenere Finalist und gehen als Titelverteidiger in das Spiel. Arsenal dagegen hat in dieser Saison bewiesen, dass sie konstant Ergebnisse liefern. Auf dem Papier hat PSG mehr Qualität in der Breite. Auf dem Platz könnten Arsenals Kompaktheit und taktische Disziplin unter Arteta zu entscheidenden Faktoren werden. Es ist das Duell zwischen absolutem Offensivfußball auf der einen und kompakter Effizienz auf der anderen Seite.
Prognose: PSG geht als Favorit in das Finale. Die Erfahrung des Titelverteidigers, die individuelle Klasse und die K.-o.-Stärke sprechen für die Franzosen. Die Gunners haben aber gezeigt, dass sie in K.-o.-Spielen die Ruhe und Nerven behalten können. Ein enges Finale mit offenem Ausgang ist zu erwarten. Am Ende kann die Torgefahr der Pariser den Unterschied machen.