Sonntagabend im MetLife Stadium: Argentinien und Spanien stehen sich im WM-Endspiel gegenüber. Der Titelverteidiger trifft auf den amtierenden Europameister, der sein bestes WM-Turnier seit dem Titel 2010 spielt.
Argentiniens Weg ins Finale liest sich wie ein Drama in vier Akten: 3:2 gegen Kap Verde in der Verlängerung, 3:2 gegen Ägypten nach 0:2-Rückstand, 3:1 gegen die Schweiz in der Verlängerung, 2:1 gegen England durch zwei späte Messi-Assists auf Enzo Fernandez und Lautaro Martinez. Insgesamt hat die Scaloni-Elf 19 Tore erzielt, Rekord für ein Team bei einer WM im 21. Jahrhundert.
Spanien präsentiert sich als Kontrast: kompakt, kontrolliert, kaltschnäuzig. Der amtierende Europameister kassierte im gesamten Turnier nur ein einziges Gegentor und schaltete zuletzt Portugal, Belgien und den WM-Favoriten Frankreich (2:0 im Halbfinale) souverän aus.
Alle Augen sind auf das Generationen-Duell gerichtet: Lionel Messi (39) trifft auf Lamine Yamal (19). Beide begannen ihre Profikarriere beim FC Barcelona, nun messen sie sich im WM-Finale. Für Messi wäre der zweite Titel die Krönung einer beispiellosen Karriere.
Das taktische Schlüsselduell dürfte sich auf der rechten Seite abspielen: Yamal gegen Argentiniens Linksverteidiger Tagliafico. Wer diesen Zweikampf für sich entscheidet, hat gute Chancen, das Spiel zu bestimmen.
Prognose: Auf dem Papier ist Spanien knapper Favorit. Doch Argentinien hat in diesem Turnier bewiesen, dass Favoritenrollen wenig zählen, wenn Messi spielt. Es kann gut sein, dass die Entscheidung erst in der Verlängerung oder im Elfmeterschießen fällt.