Premier League Saisonvorschau 26/27: Alles Wichtige
Am 21. August rollt der Ball wieder. Die Premier League Saisonvorschau 26/27 zeigt Favoriten, Aufsteiger, Abstiegskandidaten und Top-Termine. Jetzt lesen!
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Premier League Saisonvorschau 26/27: Alles Wichtige
Die Premier League Saisonvorschau 26/27 führt in die 35. Auflage der Liga und die 128. Spielzeit im englischen Oberhaus. Der Rahmen bleibt: 20 Klubs, 38 Spieltage, 380 Partien. Alles andere hat sich verschoben. Star-Trainer Pep Guardiola ist nach zehn Jahren weg, Arsenal ist zum ersten Mal seit 2004 Meister geworden, und auf neun der 20 Trainerbänke sitzt ein neues Gesicht.
Los geht es am Freitag, 21. August 2026, wenn Titelverteidiger Arsenal im Emirates Aufsteiger Coventry City empfängt. Das ist eine Woche später als üblich. Grund ist die WM in Nordamerika: Zwischen dem Finale am 19. Juli und dem Ligastart liegen nur 33 Tage, entsprechend zieht sich auch das Saisonende nach hinten auf den 30. Mai 2027. Dazwischen liegen 33 Wochenenden und fünf englische Wochen.
Neun neue Trainer: der große Umbruch in der Premier League Saison 2026/27
So viel Bewegung auf den Trainerposten gab es zuletzt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Neun Klubs starten mit einem Cheftrainer, der vergangene Saison noch woanders arbeitete.
Die wichtigsten Wechsel:
Manchester City: Guardiola beendete nach zehn Jahren und jedem erreichbaren Titel seine Amtszeit. Nachfolger ist Enzo Maresca, der von 2022 bis 2023 sein Assistent war und einen Vertrag bis 2029 unterschrieb.
FC Liverpool: Andoni Iraola übernahm am 1. Juli von Arne Slot, der nach 25 Punkten Rückstand auf Arsenal gehen musste. Der Baske hatte Bournemouth zuvor auf Rang sechs und in die Europa League geführt.
AFC Bournemouth: Marco Rose folgt auf Iraola und bringt Bundesliga-Erfahrung von Dortmund, Leipzig und Gladbach mit.
Newcastle United: Matthias Jaissle übernahm Anfang August von Eddie Howe, der nach fünf Jahren zurücktrat.
FC Chelsea: Xabi Alonso, im Januar bei Real Madrid entlassen, unterschrieb an der Stamford Bridge für vier Jahre.
FC Fulham: Álvaro Arbeloa wechselt nach seinem halben Jahr bei Real Madrid nach England.
Nur drei englische Trainer stehen zum Auftakt an der Seitenlinie: Michael Carrick, Frank Lampard und Gary O'Neil. Mikel Arteta ist inzwischen der einzige Trainer der Liga, der sie selbst schon gewonnen hat.
Premier League Vorschau zum Titelrennen: Wer greift Arsenal an?
Arsenal geht als Titelverteidiger in die neue Saison. 22 Jahre nach der Invincibles-Saison sicherten sich die Gunners am vorletzten Spieltag den vierten Premier-League-Titel, als Verfolger Manchester City in Bournemouth nur 1:1 spielte. David Raya hielt dabei in 19 Partien die Null, so oft wie kein anderer Torhüter.
Dahinter war das Feld eng, weil die Vorsaison vor allem eines gezeigt hat: Konstanz war Mangelware.
Manchester City: Erling Haaland traf 27-mal und wurde erneut Torschützenkönig. Die Frage ist nicht die Offensive, sondern ob Maresca den Umbruch ohne Guardiola-Effekt moderiert bekommt.
FC Liverpool: Rang fünf war zu wenig. Iraolas Gegenpressing soll Florian Wirtz und Co. wieder in Schwung bringen, verlangt aber genau die Läufe, für die der enge Kalender kaum Luft lässt.
Manchester United: Bruno Fernandes wurde zum besten Spieler der Saison gewählt und führte die Red Devils zurück in die Champions League.
Aston Villa: Der Europa-League-Sieger war die Überraschung der Vorsaison und stellte mit acht Siegen in Serie die längste Erfolgsserie der Liga.
Eine Prognose auf den Meister fällt in diesem Jahr besonders schwer: Neun neue Trainer und eine verkürzte Sommervorbereitung sorgen dafür, dass sich ein klarer Favorit erst nach ein paar Spieltagen herauskristallisieren dürfte.
Rückkehr in die Premier League: die drei Aufsteiger
Alle drei Aufsteiger waren schon einmal erstklassig, ein echter Debütant ist nicht dabei.
Die Aufsteiger aus der Championship:
Coventry City: Zweitliga-Meister mit 95 Punkten und 97 Toren. Unter Frank Lampard steht der Klub nach 25 Jahren wieder im Oberhaus und darf die Saison gleich im Emirates eröffnen.
Ipswich Town: Als Zweiter mit 84 Punkten direkt aufgestiegen, nach dem Abstieg 2025 also die sofortige Rückkehr.
Hull City: Im Playoff-Finale gegen Middlesbrough traf Oli McBurnie in der 95. Minute, nach zehn Jahren sind die Tigers zurück.
Die Absteiger der Vorsaison: West Ham United, der FC Burnley und die Wolverhampton Wanderers. Die Wolves lieferten dabei den schlechtesten Saisonstart der Premier-League-Geschichte ab: lediglich drei Punkte aus 19 Spielen gab es zum Auftakt.
Blick nach unten: Für wen wird es laut Premier League Prognose eng?
Die drei Letzten steigen direkt ab, ein Relegationsspiel gibt es nicht. Für Aufsteiger war das zuletzt ein hartes Pflaster: 2023/24 und 2024/25 mussten jeweils alle drei sofort wieder runter. Vergangene Saison riss die Serie. Von Leeds, Burnley und Sunderland erwischte es nur die Clarets, Sunderland spielt in dieser Saison sogar in der Europa League. Verlassen sollte sich darauf trotzdem niemand.
Coventry hat mit Lampards Offensivfußball zumindest ein klares Konzept, Ipswich die frische Erstliga-Erfahrung. Hull City dürfte es am schwersten haben. Dazu kommen die üblichen Wackelkandidaten aus dem Tabellenkeller der Vorsaison.
Die Premier League Saison 26/27 in Zahlen
1.045 Tore fielen in der Vorsaison, im Schnitt 2,75 pro Partie.
654 Einsätze: James Milner löste Gareth Barry als Rekordspieler der Premier League ab.
Fünf englische Klubs in der Champions League: Arsenal, Manchester City, Manchester United, Aston Villa und Liverpool qualifizierten sich über die Liga.
Neun neue Cheftrainerzum Saisonstart: So viele wie nie zuvor in der modernen Ära.
31. August 2026: Bis dahin ist das Transferfenster geöffnet, es schließt also erst nach dem zweiten Spieltag.
Wichtige Termine und Übertragung der Premier League 26/27
Datum
Ereignis
21. August 2026
Saisonauftakt im Emirates: Arsenal – Coventry City
13. September 2026
Manchester Derby: Manchester United – Manchester City
5. Dezember 2026
North London Derby: Tottenham Hotspur – Arsenal
26. Dezember 2026
Boxing Day, 17. Spieltag
20. März 2027
Rückspiel Manchester Derby: Manchester City – Manchester United
1. Mai 2027
Rückspiel North London Derby: Arsenal – Tottenham
30. Mai 2027
Saisonfinale
In Deutschland, Österreich und der Schweiz bleibt Sky die Adresse für den englischen Fußball. Der Sender hat seine Rechte vorzeitig bis einschließlich der Saison 2030/31 verlängert. Streamen lässt sich das Ganze über Sky Go und WOW.
Wichtig zu wissen: Die Premier League bündelt ihre Spiele. Der Samstagnachmittag mit mehreren zeitgleichen Partien bleibt das Herzstück, dazu kommen Freitag-, Sonntag- und Montagsspiele. Der Boxing Day am 26. Dezember wurde für diese Saison wieder ausgeweitet, nachdem zuletzt nur eine Partie angesetzt war. Am letzten Spieltag laufen traditionell alle zehn Spiele parallel.
FAQ zur Premier League Saisonvorschau
Weil die WM 2026 in Nordamerika bis in den Juli hineinreichte. Das Finale stieg am 19. Juli, zwischen Turnierende und Ligastart am 21. August liegen damit nur 33 Tage. Die Liga hat den Auftakt deshalb um eine Woche nach hinten geschoben, das Saisonende entsprechend auf den 30. Mai 2027. Dazwischen liegen 33 Wochenenden und fünf englische Wochen.
Der FC Arsenal. Die Gunners gewannen 2025/26 ihre erste englische Meisterschaft seit der Invincibles-Saison 2003/04, nach 22 Jahren Wartezeit. Entschieden war der Titel bereits am vorletzten Spieltag, als Verfolger Manchester City beim AFC Bournemouth nur 1:1 spielte. Mikel Arteta ist damit der einzige aktive Trainer der Liga, der sie selbst schon gewonnen hat.
Coventry City, Ipswich Town und Hull City. Coventry gewann die Championship mit 95 Punkten und 97 Toren und kehrt nach 25 Jahren ins Oberhaus zurück. Ipswich schaffte als Zweiter mit 84 Punkten die sofortige Rückkehr. Hull setzte sich im Playoff-Finale gegen Middlesbrough durch, Oli McBurnie traf in der 95. Minute. Abgestiegen sind West Ham United, Burnley und Wolverhampton.
Neun der 20 Klubs starten mit einem neuen Cheftrainer, so viele wie nie zuvor in der modernen Ära. Die prominentesten Wechsel: Enzo Maresca folgt bei Manchester City auf Pep Guardiola, Andoni Iraola übernahm den FC Liverpool von Arne Slot, Xabi Alonso trainiert den FC Chelsea. Neu bei Newcastle ist Matthias Jaissle — mit ihm, Marco Rose (Bournemouth) und Fabian Hürzeler (Brighton) arbeiten drei deutsche Cheftrainer in der Liga.
Arsenal geht als Titelverteidiger und Favorit ins Rennen, ein klarer Ausreißer ist aber nicht in Sicht. Manchester City stellt mit Erling Haaland und seinen 27 Toren weiter die gefährlichste Offensive, muss den Umbruch nach Guardiola aber erst verkraften. Liverpool will nach Rang fünf zurück nach oben, Manchester United und Aston Villa spielen ebenfalls Champions League. Wegen der neun Trainerwechsel dürfte sich das Bild erst nach einigen Spieltagen klären.
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