Die DFB-Pokal Vorschau 26/27 begleitet die 84. Auflage des Wettbewerbs. 64 Mannschaften, sechs K.-o.-Runden, ein Endspiel: Der Modus ist so simpel wie gnadenlos. Wer verliert, ist raus. Bei Gleichstand nach 90 Minuten gibt es Verlängerung und Elfmeterschießen.
Los geht es am 21. August 2026, das Finale steigt am 29. Mai 2027 ab 20 Uhr im Berliner Olympiastadion, das die Endspiele seit 1985 austrägt. Anders als in der Liga entscheidet hier nicht die Konstanz über 34 Spieltage, sondern jedes einzelne Spiel. Genau deshalb ist der Pokal für Amateurklubs die größte Chance überhaupt.
Diese Saisonvorschau zum DFB-Pokal zeigt, wer überhaupt dabei ist, welche Lose die erste Runde besonders machen, wer als Titelkandidat gilt und welche Termine ihr euch vormerken solltet.
Wer ist dabei? Der Blick in die Lostöpfe
Für die erste Hauptrunde qualifizierten sich 64 Teams. Die Zusammensetzung folgt jedes Jahr demselben Schema, das Ergebnis diesmal aber ungewöhnlich:
Alle 36 Profiklubs aus Bundesliga und 2. Bundesliga sind automatisch qualifiziert.
Dazu kommen die vier bestplatzierten Teams der 3. Liga. Aus der Saison 2025/26 sind das Energie Cottbus, MSV Duisburg, Rot-Weiss Essen und der VfL Osnabrück.
Den Rest stellen die 21 Landespokalsieger sowie drei Klubs über Zusatzplätze der mitgliederstärksten Landesverbände.
Bemerkenswert: So viele Drittligisten wie nie standen im Lostopf. 12 Klubs, die 2026/27 in der 3. Liga antreten, haben sich über verschiedene Wege qualifiziert: über die Ligaplatzierung oder über Landespokale. Gesetzt sind in Topf eins die Bundesligisten und die 14 besten Zweitligisten der Vorsaison. In den Amateurtopf rutschten damit auch Eintracht Braunschweig, Greuther Fürth, Fortuna Düsseldorf und Preußen Münster. Alle vier bekommen dafür Heimrecht gegen einen Profiklub.
Die spannendsten Lose der 1. Runde in der DFB-Pokal Saison 26/27
Ex-Schiedsrichter Deniz Aytekin zog die Paarungen am 6. Juni 2026 im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund.
Diese Duelle stechen heraus:
VfL Osnabrück – FC Bayern München: Der Zweitliga-Aufsteiger bekommt den Double-Sieger. Das letzte Pokalduell liegt 22 Jahre zurück, damals rettete sich der FCB erst spät zum 3:2.
HEBC Hamburg – Borussia Dortmund: Der Oberligist aus Eimsbüttel empfängt den Vizemeister im Volksparkstadion.
VfB Krieschow – 1. FSV Mainz 05: Der Brandenburg-Pokalsieger kommt aus einem 490-Einwohner-Dorf und kommt damit aus dem kleinsten Ort der Pokalgeschichte. Gespielt wird aber in einem größeren Stadion in der Region.
SV Waldhof Mannheim – 1. FC Kaiserslautern: Das Südwest-Derby als Pokalauftakt.
TSV 1860 München – Holstein Kiel: Die weiteste Anreise des Wochenendes, fast 900 Kilometer.
Hansa Rostock – VfB Stuttgart: Das Eröffnungsspiel im ZDF, zwischen 2018 und 2020 trafen beide dreimal in Runde eins aufeinander.
Gespielt wird vom 21. bis 24. August, allerdings nicht von allen: Weil Bayern und Dortmund am 22. August in Dortmund den Franz-Beckenbauer-Supercup austragen, steigen beide erst am 1. und 2. September ein.
DFB-Pokal Prognose: Wer holt sich den Titel?
Titelverteidiger und Topfavorit ist der FC Bayern München. Die Münchner gewannen das Finale am 23. Mai 2026 mit 3:0 gegen den VfB Stuttgart, alle drei Tore erzielte Harry Kane. Es war der 21. Pokalsieg und damit der Rekord. Aber eben auch der erste Gewinn seit sechs Jahren.
In den fünf Spielzeiten vor dem Triumph scheiterten die Bayern schon dreimal in Runde zwei, unter anderem am Drittligisten Saarbrücken. Kein anderer Wettbewerb in Deutschland provoziert derart herbe Ausrutscher.
Dahinter bilden Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Finalist VfB Stuttgart das Verfolgerfeld, dazu Eintracht Frankfurt als bekannter Pokalspezialist. Bei einem Turnier mit sechs K.-o.-Runden entscheidet natürlich auch das Losglück. Wer den absoluten Topfavoriten lange aus dem Weg geht, kann wie Arminia Bielefeld 2024/25 bis ins Finale marschieren.
Regeln und Prämien in der Saison 26/27 im DFB-Pokal
Der Videobeweis kommt erst ab dem Achtelfinale zum Einsatz. In den ersten beiden Runden wird ohne VAR gespielt. Ein Vorteil für Außenseiter, die auf enge Entscheidungen hoffen.
Der Pokalsieger qualifiziert sich direkt für die Ligaphase der Europa League 2027/28. Ist er über die Liga schon international dabei, rücken die Bundesliga-Plätze sechs und sieben nach.
Zweite Mannschaften und Spielgemeinschaften sind nicht teilnahmeberechtigt, selbst wenn sie sich sportlich qualifiziert hätten.
Schon die Teilnahme an Runde eins deckt bei Amateurklubs oft einen kompletten Jahresetat. Mit jeder weiteren Runde verdoppelt sich die Prämie bis zum Halbfinale.
Alle Runden, Termine und Übertragung
Datum
Ereignis
21. bis 24. August 2026
1. Hauptrunde, 30 Partien
1. und 2. September 2026
Nachholpartien von Dortmund und Bayern
27. und 28. Oktober 2026
2. Hauptrunde
1. und 2. Dezember 2026
Achtelfinale
2./3. und 9./10. Februar 2027
Viertelfinale an vier Spieltagen
20. und 21. April 2027
Halbfinale
29. Mai 2027
Finale im Olympiastadion Berlin, 20 Uhr
ARD, ZDF und RTL teilen sich 15 Live-Termine im frei empfangbaren Fernsehen, darunter beide Halbfinals und das Finale. Aus der ersten Runde zeigt das ZDF Hansa Rostock gegen den VfB Stuttgart, die ARD das Duell Hallescher FC gegen Aufsteiger Schalke 04 und Osnabrück gegen Bayern. RTL überträgt Saarbrücken gegen Hertha, Würzburg gegen Köln und das Nachholspiel des BVB in Hamburg.
Wer alles sehen will, kommt an Sky nicht vorbei: Der Pay-TV-Sender überträgt sämtliche 63 Partien live, inklusive Konferenz an den Spieltagen mit mehreren Ansetzungen. Bei DAZN gibt es die Highlights aller Spiele ab Mitternacht.
FAQ zur DFB-Pokal Vorschau
Die erste Hauptrunde läuft vom 21. bis 24. August 2026. Zwei Partien folgen später: Borussia Dortmund spielt am 1. September beim HEBC Hamburg, der FC Bayern am 2. September beim VfL Osnabrück. Grund ist der Franz-Beckenbauer-Supercup, den beide Klubs am 22. August in Dortmund austragen.
Der FC Bayern München. Die Münchner gewannen das Finale am 23. Mai 2026 mit 3:0 gegen den VfB Stuttgart, Harry Kane traf dreifach. Für Bayern war es der 21. Pokalsieg und der erste seit 2020, dazu sicherte sich der Klub mit dem Meistertitel das Double.
Der FC Bayern geht als Titelverteidiger und Rekordsieger favorisiert ins Turnier. Dahinter werden Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund, RB Leipzig, der VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt gehandelt. Der K.-o.-Modus relativiert jede Favoritenrolle: In den fünf Jahren vor dem Titel 2026 schieden die Bayern dreimal bereits in Runde zwei aus.
64 Teams starten in der ersten Hauptrunde. Dazu gehören alle 36 Klubs aus Bundesliga und 2. Bundesliga, die vier bestplatzierten Mannschaften der 3. Liga sowie die 21 Landespokalsieger und drei Klubs über Zusatzplätze der mitgliederstärksten Landesverbände. Zweite Mannschaften und Spielgemeinschaften sind nicht startberechtigt. Insgesamt werden 63 Spiele bis zum Finale ausgetragen.
Der Sieger zieht direkt in die Ligaphase der Europa League 2027/28 ein. Hat er sich bereits über die Bundesliga für Europa qualifiziert, rückt der Tabellensechste in die Europa League und der Siebte in die Play-offs der Conference League nach. Dazu kommen Prämien, die für Amateurklubs ganze Jahresetats abdecken.
Glück verdoppeln? Einfach teilen:
Der DFB-Pokal ist zurück! Auf welche Partie setzt du?