Spanien liefert keine langgezogenen Alpenpässe, sondern kurze Rampen – sogenannte Muros mit über zehn Prozent Steigung. Das belohnt den explosiven Antritt und macht die Vuelta zur kletterlastigsten der drei Grand Tours.
Dazu kommt die Hitze. Als einzige große Rundfahrt im Spätsommer trifft die Vuelta regelmäßig auf über 35 Grad, und wer damit schlecht zurechtkommt, verliert selten am Berg, sondern in der dritten Woche.
Weil sie den Grand-Tour-Kalender abschließt, ist auch das Feld ein anderes: gescheiterte Tour-Fahrer auf Wiedergutmachungskurs oder junge Profis in ihrer ersten Kapitänsrolle. Und da Zeitfahrkilometer knapp sind, entscheiden am Berg Sekunden statt Minuten. Das Klassement bleibt oft bis zur Schlusswoche eng.